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Samostatná konceptuálna výstava Zorky Lednárovej v Berlíne

Vernissage der Ausstellung „Zorka Lednarova - Signs & Locations“

14.3.2018 | Kultúrna diplomacia | Kultúrna prezentácia | Prezentácia Slovenska v zahraničí |

Die Botschaft der Slowakischen Republik und das Slowakische Institut in Berlin haben in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Lucia Gregorová Stach aus der Slowakischen Nationalgalerie die Ausstellung „Zorka Lednarova - Signs & Locations“ am 13.3.2018 in der Botschaft der Slowakei eröffnet.

 

„Zorka Lednarova gehört einer besonderen Künstlergeneration an: in der Kindheit hat sie zwar noch den Sozialismus erlebt, aber ihre jungen Jahre wurden von der turbulenten Zeit der grundlegenden Transformation der ihr bis dahin bekannten Welt geprägt. Die Eröffnung und später die Abschaffung von Staatsgrenzen, die Meinungs- und Bewegungsfreiheit in einer Atmosphäre einer post-revolutionären Utopie als einer Hoffnung auf eine Zukunft, die mehr gerecht und freier ist - all das wurde zum Anreiz des künstlerischen Schaffens ihrer Generation. Zorka hat diese Bewegungen nicht nur in ihrer Arbeit thematisiert, sondern sie auch für sich selbst als radikal im Sinne eigener Existenz, als Wurzeln-berührend, empfunden. Aus ihrer Arbeit wird deutlich, dass sie die Welt immer als ein offener Ort ohne Grenzen und Barrieren verstanden hat... Sie ist die einzige monumentale Bildhauerin ihrer Generation. Sie war eine der ersten weiblichen Studenten, die nach der Sanften Revolution von Bratislava erst nach Deutschland, und dann weiter nach China gegangen ist, um Kunst und Bildhauerei zu studieren. In China hat sie auch die begehrte Einladung gewonnen, eine Skulptur für EXPO 2000 zu realisieren. Für diese Statue hat sie symbolisch drei Findlinge (uralte Steine) verwendet, die durchs Wandern im Boden des Flusses im Laufe von Tausenden von Jahren geprägt wurden. Nach der Bearbeitung hat sie dann jeden Felsbrocken mit drei verschiedenen Linsenformen versehen. Das Werk wurde von lokalen Kunstkritikern hervorgehoben: der Autorin gelang es, eine Synthese zu schaffen aus der westlichen, durch Individualismus stark beeinflussten Weltanschauung, und dem traditionellen östlichen Denken, und dabei die Einheit aller Gegensätze in der Natur, in dem Ganzen, zu betonen, wo auch der Mensch sein Platz hat.“ (LGS)

 

Die Ausstellung Signs & Locations präsentiert kartografische Arbeiten von Zorka Lednarova und macht an die Unterschiede zwischen geopolitischen und kulturellen Grenzen aufmerksam. In der Verflechtung von Zeichensystemen, die von verschiedenen Sprachen und Schriften benutzt werden, und kartographischer Sprache, stellt sie die Welt als einen einzigen lebenden Organismus vor der durch die geistige Aktivität ihrer Bewohner - trotz Grenzen und politischen Systemen - ständig umgestaltet wird. Zwölf Goldreliefs in einer fiktiven archäologischer Vision der Autorin stellen Zeichen dar, die entweder durch die Wirkung der Zeit ihre zeitgenössische Relevanz verloren haben, oder ihr Geheimnis in Chiffre verstecken.

 


„Zorka Lednarova ist überzeugt, dass die Systeme, die für allgemeingültig und stabil gehalten werden, eigentlich unbeständig und zerbrechlich sind, weil sie nicht nur höchst subjektiven Aktivitäten und Motivationen der Menschen unterliegen, sondern auch der Zeit. Mit der aktuellen konzeptuellen Ausstellung Signs & Locations macht sie auf die Wichtigkeit des Glaubens an eine bessere Welt aufmerksam, an eine anständige und gerechte Gesellschaft“ (LGS)

 


Zorka Lednárová besuchte die Schule für angewandte bildende Kunst von Jozef Vydra in Bratislava (1995), studierte an der Hochschule der Bildenden Künste in Bratislava im Atelier von Prof. Juraj Meliš und Ján Hoffstädter (1995 - 2000), an der Muthesius Hochschule für Kunst und Gestaltung in Kiel im Fach Skulptur und Projekte beim Prof. H. Brunner und R. Weißleder sowie an der Chinesischen Nationalakademie in Hangzhou im Fach Skulptur und Kalligraphie. Postgraduelles Studium absolvierte sie erfolgreich am Institut für Kunst und Kontext an der Universität der Künste in Berlin. 2000 bis 2006 war sie Mitglied des Bundesverbands für Bildende Kunst, 2005 Mitglied vom Berliner Pool, 2007 bis 2010 der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst in Berlin. Seit 2007 leitete sie acht Jahre lang den Okk/Raum 29 in der Kolonie Wedding in Berlin. Seit 1998 erhielt sie für ihre Arbeit viele Stipendien, zum Beispiel für eine Reise nach China für die Realisierung ihrer Projekte. Mehrere Stipendien bekam sie von HSP II, DAAD bzw. der Spenerschen Stiftung und für ihre Werke gewann sie auch viele prestigeträchtige Auszeichnungen, z. B. von der Berliner Kulturverwaltung für die Gestaltung des Ausstellungsraumes Okk/Raum. Seit 1997 nahm sie gestalterisch an internationalen Skulptur-Stipendien in der Batusz Foundation in Nossen und am Stein und Stahl Symposium in Rensburg teil, 2000 partizipierte sie am Westlake International Scultpure Symposium im chinesischen Hangzhou und 2004 am 1. Internationalen Skulptur-Symposium im Petrozavodsk. Seit 1996 präsentierte sie ihre Werke in Dutzenden selbstständigen und internationalen Kollektivausstellungen und arbeitet auch als Kuratorin bei Projekten der zeitgenössischen visuellen Kunst.